VOCES8 im Dom zu Arlesheim. Am Konzert vom 23. Mai 2025 stellte das britische Vokalensemble – das an diesem Abend zu siebt auftrat, Andrea Haines musste aus familiären Gründen ganz kurzfristig abreisen – seine Vielseitigkeit mit einem Programm unter Beweis, das einen weiten Bogen von Thomas Tallis bis zu «The Deer’s Cry» von Arvo Pärt spannte.
Mit seiner Präsenz, der makellosen Intonation und dem unverkennbaren britischen Charme gelang es VOCES8, das Publikum musikalisch und emotional zu berühren. Vokalmusik vom Feinsten!
Mit «Esprit und Eleganz» startete Domkonzerte Arlesheim am 2. März 2025 in die 50. Saison.
Ekaterina Kofanova, Organistin an der Peterskirche Basel, hatte für ihr Konzert an der Silbermann-Orgel einen bunten Strauss von geistreichen, effektvollen und einfühlsamen Werken zusammengestellt, die bereits zur Zeit ihrer Entstehung ein Beweis dafür waren, dass Orgelmusik nicht immer allzu streng klingen muss.
So vereint der viel gereiste Barockkomponist Georg Muffat in seiner Toccata septima das Beste und Neueste aus verschiedenen Ländern und Stilrichtungen seiner Zeit. Und François Couperin greift in seiner Orgelmesse die beliebten Musikformen und Ausdrucksmittel der französischen Oper auf, vom leichtfüssigen Menuett bis hin zu einem leidenschaftlichen Arioso. Während die elegante wie gefühlsbetonte Musik von C. P. E. Bach im Programm eine Brücke zwischen Barock und der frühen Klassik schlägt, kombiniert der romantische Komponist August Gottfried Ritter seine Faszination für Barockmusik mit wunderbaren lyrischen Melodien und schafft damit eine Art «Lieder ohne Worte» für die Orgel.
Der Domchor feierte am Sonntag, 24. November 2024, seinen 150. Geburtstag unter der Leitung von Marie-Odile Vigreux mit einem ganz besonderen Konzert. Im Mittelpunkt des Programms stand die Krönungsmesse von Mozart.
Videos: Nelly Batliner
Aline Du Pasquier – Sopran; Christina Metz – Alt; Rafael Oliveira – Tenor; Robert Koller – Bass; Markus Schwenkreis – Orgel; Verstärkter Domchor und Kirchenchor der Pfarrei Binningen-Bottmingen; Orchester ad hoc (Carolina Mateos – Konzertmeisterin)
Der Kirche Englands verdanken wir bis heute einige der bedeutendsten Vokalwerke der Musikgeschichte. Taverner, Tallis, Byrd, Purcell, Händel, Elgar, Vaughan Williams, Britten: Sie alle standen im Dienst der Church of England. Das Oberhaupt residierte im Königshaus. Dadurch unterlagen die Komponisten den Launen und Vorlieben der jeweils Regierenden. Ob römisch-katholisch oder protestantisch, die Musiker ihrer Majestät passten sich gerne an, besonders wenn sie wie Tallis und Byrd, von Königin Elizabeth I. während 21 Jahren die alleinigen Rechte für den Druck von Musik und liniertem Notenpapier erhielten!
Das Ensemble Corund präsentierte am 20. Oktober 2024 im Dom zu Arlesheim englische Musik des «Golden Age» des 16. Jahrhunderts mit Werken von Byrd, Tallis, Tomkins und Parsons, sowie Musik von Henry Purcell. Aus seinem reichen Oeuvre bot das Ensemble neben geistlichen Werken auch eine kleine Kostprobe seiner Bühnenmusiken dar.
Das Domkonzert vom Freitag, 5. Juli 2024 bot die einmalige Gelegenheit, ein Ensemble zu erleben, das von der Zeitschrift Gramophone zum fünftbesten Chor der Welt gekürt wurde.
Der Chor des Trinity College in Cambridge besteht aus rund dreissig Chorsängerinnen und Chorsängern und zwei Organisten, die alle auch an der Universität Cambrigde studieren. Die Chortradition des Colleges geht bis auf das 14. Jahrhundert zurück. Seit den 1980er Jahren singen auch Studentinnen mit. Unter der Leitung von Stephen Layton (Musikdirektor von 2006–2023) begann die bis heute fortgeführte Tradition, die Gottesdienste in der Kapelle per Livestream zu übertragen. Im Jahr 2024 geht der Chor des Trinity College erstmals mit seinem neuen Leiter Steven Grahl auf Tournee.
Das von ihm für den Auftritt in Arlesheim zusammengestellte Programm feierte die britische Chormusik von Thomas Tallis, dem Stammvater der englischen Chortradition, bis hin zur Musik der Gegenwart, u.a. von Dame Judith Weir, Master of the King’s Music und Ehrenmitglied des Trinity College. Das Programm präsentierte – anlässlich seines 100. Todestages – auch Werke von Sir Charles Villiers Stanford, der noch während seiner Studienzeit in Cambridge zum Musikdirektor am Trinity College ernannt wurde und dieses Amt von 1874 bis 1893 innehatte.
Vor dem Konzert: Risotto im DomhofRisotto für den ChorKüchencrewKüchenchef David Blunden